Wissen rund um ehrliche Pflege.
Wir erklären lieber, als zu versprechen. Drei kurze Kapitel über das, was in unserem Balsam steckt – und was bewusst nicht.
Warum unser Balsam ohne Wasser auskommt – und deshalb ohne Konservierungsstoffe
Wasserfreie Hautpflege enthält kein Wasser – in der Zutatenliste (INCI) fehlt der Eintrag „Aqua". Statt einer Wasser-Öl-Emulsion besteht sie aus Ölen, Buttern und Wachsen. Weil Mikroorganismen ohne Wasser keine Lebensgrundlage haben, kommen solche Produkte ohne Konservierungssystem aus.
Die meisten Cremes bestehen zur Hälfte oder mehr aus Wasser. Das macht sie leicht und günstig – aber es hat einen Preis: Wo Wasser ist, können Bakterien, Hefen und Schimmel wachsen. Deshalb müssen wasserhaltige Kosmetika konserviert werden. Das ist kein Skandal, sondern Sicherheit – aber es ist eine Kette von Zusatzstoffen, die ein wasserfreies Produkt schlicht nicht braucht.
Ein Balsam wie unserer besteht ausschließlich aus Fetten, Wachsen und öllöslichen Wirkstoffen. Ohne Wasser fehlt Mikroorganismen die Lebensgrundlage – eine wasserfreie Zubereitung bietet ihnen schlicht keinen Nährboden. Statt eines Konservierungssystems genügt ein natürliches Antioxidans (Vitamin E), das die Öle vor dem Ranzigwerden schützt.
Der zweite Effekt: Konzentration. In 50 ml Mellenis steckt kein Wasseranteil, sondern ausschließlich Pflege. Deshalb reicht eine erbsengroße Menge – und deshalb vergleicht ein direkter Preisvergleich mit einer wasserbasierten Creme zwei unterschiedliche Produktarten.
Einen kleinen Beitrag leistest du selbst: Entnimm den Balsam mit sauberem, trockenem Finger oder Spatel, damit kein Wasser in den Tiegel gelangt – dann bleibt er lange so gut wie am ersten Tag.
Manuka: eine Pflanze, ein Honig, ein Extrakt
Die Manuka-Südseemyrte (Leptospermum scoparium) wächst in Neuseeland; aus ihrem Nektar entsteht der wohl bekannteste Honig der Welt. Für die Hautpflege interessant sind seine pflegenden, feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften – Honig gehört zu den ältesten Schönheitsmitteln der Menschheit.
Trotzdem steckt in Mellenis kein Löffel purer Honig, sondern ein öllöslicher Manuka-Honig-Extrakt. Der Grund ist ehrlich und technisch: Echter Honig besteht zu knapp einem Fünftel aus Wasser. In einem Balsam würde genau dieses Wasser die wasserfreie Logik zerstören – das Produkt bräuchte plötzlich Konservierungsstoffe und Emulgatoren. Der Extrakt bringt die öllöslichen Bestandteile des Honigs in die Fettbasis, ohne Wasser einzuschleppen.
So bleibt beides wahr: die Manuka-Geschichte im Herzen des Produkts – und die kurze Zutatenliste ohne Konservierung drumherum.
Sheabutter, Jojobaöl, Squalan: drei Fette, drei Aufgaben
Sheabutter ist unser Fundament. Sie ist reich an Öl- und Stearinsäure sowie unverseifbaren Begleitstoffen, die die Hautbarriere unterstützen. Sie nährt tief und langanhaltend – alleine wäre sie aber zu reichhaltig. Deshalb bekommt sie zwei leichte Partner.
Jojobaöl ist chemisch gar kein Öl, sondern ein flüssiges Wachs – und es ähnelt dem menschlichen Hauttalg. Die Haut „erkennt“ es gewissermaßen: Es zieht schnell ein, spendet Geschmeidigkeit und ist von Natur aus extrem stabil.
Pflanzliches Squalan (bei uns aus der Olive) ist das leichteste der drei: ein hautverwandtes Lipid. Die Haut selbst bildet das nah verwandte Squalen – Squalan ist dessen gesättigte, stabile Form. Es verteilt sich seidig, zieht praktisch sofort ein und oxidiert nicht. Squalan ist der Grund, warum ein reichhaltiger Balsam kein fettiger Balsam sein muss.
Zusammen ergeben die drei genau die Balance, die wir gesucht haben: nähren wie eine Butter, einziehen wie ein Serum.